Fluchtwege freihalten

Digitaler Fachtag zur Schule im Spannungsfeld Klima, Krieg und Krise.

Abgesagt

Globale Klimagerechtigkeit und politische Wohlstands- und Wachstumsversprechen? Wie ist das vereinbar? Nur eine von vielen Fragen hinsichtlich globaler Diskrepanzen, die uns als Gesellschaft täglich aufs Neue herausfordern.

Auch Schulen beschäftigen Fragen zu Klima, Krieg und Krise, die auf diesem CourageFachtag mittels Expert:innen-Vorträgen, partizipativer World Cafés und einer moderierten Podiumsdiskussion beleuchtet werden sollen. Gemeinsam werden zudem zukünftige Handlungsfelder erarbeitet und ausgetauscht.

Der digitale Fachtag bietet Lehrkräften und Multiplikator:innen sowie Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit der Weiterbildung und Vernetzung. Der Fachtag ist eine Veranstaltung der Landeskoordination „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Bayern. Die Teilnahme am Fachtag ist kostenlos.

Programm

Anmeldung

Die Anmeldung und Registrierung findet über den Anbieter Eveeno statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Die Veranstaltung findet über die Plattform Zoom statt.

Schulbefreiung

Download Antrag auf Schulbefreiung für den Fachtag.

Ablauf

10:00–10:30 Uhr Start des Fachtags

Begrüßung, Vorstellung der Akteur:innen und Referent:innen, Sichtung Erwartungsabfrage

10:30–11:30 Uhr Impulsvorträge

Klima

„Globale Klimagerechtigkeit – mögliche Handlungsoptionen?“

Referentin: Aie Al Khaiat

Krieg

„Fluchtwege freihalten – Wie kann Deutschland in der Flüchtlingspolitik glaubwürdig bleiben?“

Referentin: Dunja Ramadan

Krise

„Wer ordnet die Welt? Globale Mächte vs. regionaler Handhabe.“

Referent: Simon Schnetzer (angefragt)

11:35–12:30 Uhr World-Cafés

Nach 3 Impulsvorträgen zu Klima, Krieg und Krise öffnen wir zu jedem Thema ein World Café. Expert:innen und Teilnehmer:innen erarbeiten gemeinsam in „World-Cafés“ mögliche Handlungsfelder.

Alle Teilnehmenden können sich je nach eigenen Bedarfen und Interessen zu den digitalen World Cafés zuschalten. Alle „Inputs“ sind maximal partizipativ ausgelegt und erfordern eure Mitarbeit.

Klima

Transformation – Wie, was müssen wir verändern? Geht das ohne Eingreifen des Staats? Stichwort „Konsumfreiheit“. Möchte man ohne Einschnitte weiterleben? Verzicht zugunsten Anderer?

Krieg

Wie kann die Zivilgesellschaft für Gerechtigkeit einstehen/etwas bewirken? Wie sorgen wir dafür, dass trotz „politisch unfairer“ Entscheidungen keine gesellschaftliche Spaltung voranschreitet? Welche Handlungsoptionen haben wir/im Schulkontext?

Krise

Stichwort „Selbstwirksamkeit“. Politische Bildung. Wie wird die Themen-Komplexität für Junge Menschen durchschaubar? Wie können (dürfen?) welche Themen priorisiert/geordnet werden?

12:30-13:00 Uhr Mittagspause

13:15–14:30 Uhr World-Cafés

Auch am Nachmittag öffnen wir wieder zu jedem Thema ein World Café – mit anderer Besetzung. Alle Teilnehmenden können sich je nach eigenen Bedarfen und Interessen zu den digitalen World Cafés zuschalten. Alle „Inputs“ sind maximal partizipativ ausgelegt und erfordern eure Mitarbeit.

Klima

Transformation – Wie, was müssen wir verändern? Unser Handeln? Wie gehen wir in die Zukunft? Wie Verantwortung für eine globale Gerechtigkeit übernehmen? Welche innovativen, zukunftsweisenden Handlungsfelder gibt es?

Krieg

Mit welchen konkreten Herausforderungen sieht sich die demokratische Zivilgesellschaft konfrontiert? Wie Demokratien stärken?

Krise

Perspektive Beruf und Zukunft in Krisenzeiten. Welche Strategien gibt es zur Förderung junger Geflüchteter in der beruflichen Bildung und wie sind Erfahrungen aus der Praxis? Welche Handlungsfelder sind (noch) nötig?

14:30–15:00 Uhr Sichtung Padlets | Sammlung aus den World Cafés

 

Klima

Hier wird der Link zum Padlet Klima bei zur Verfügung gestellt.

Krieg

Hier wird der Link zum Padlet Krieg bei zur Verfügung gestellt.

Krise

Hier wird der Link zum Padlet Krise bei zur Verfügung gestellt.

15:15–16:30 Uhr Podiumsdiskussion

 

Gäst:innen auf dem virtuellen Podium sind:

  • Johnny Parks
  • Prof. Dr. Philip Anderson
  • Mohamad Akkour
  • Katja Ladynskaja
  • Aktive SOR-Schülerinnen

Auch das Podium ist für euch interaktiv offen. Diskutiert mit und schreibt eure Fragen in den Chat!

Referent:innen

Dunja Ramadan ist Journalistin und Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung im Ressort Politik, schreibt vor allem über die arabische Welt. Studium der Arabistik, Islamwissenschaft und Judaistik in München und Berlin, Studienaufenthalte in Jordanien und Ägypten. Praktische Erfahrungen bei SWR, taz und Süddeutsche Zeitung. Absolventin der Deutschen Journalistenschule in München. Liebhaberin der arabischen Sprache und Küche. Auf Twitter als @dunjaramadan zu finden. 2018 erschien ihr erstes Buch “Khalid und das wilde Sprachpferd” im Dudenverlag.

Prof. Dr. phil. Philip Anderson ist Professor für Sozialraumorientierung und interkulturelle soziale Arbeit an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der OTH Regensburg. Er ist Sozialwissenschaftler mit Forschungsschwerpunkten mit Praxisbezug im Bereich Migration und Integration. Nebenberuflich ist Philip Anderson als Migrationsforscher tätig, mit diversen Studien und Veröffentlichungen zu Migrationsthemen. Er begleitete u.a. wissenschaftlich Berufsintegrationsklassen für junge Flüchtlinge an der Balanstraße in München und war u.a. von 2015 bis 2019 Mitglied im Wissenschaftsbeirat des Projektes „Perspektive Beruf“ der Stiftung Bildungspakt Bayern. Website: http://philip-anderson.de

Yvonne Blum ist Referentin für Wissenstransfer in der Geschäftsstelle des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ), angesiedelt am Standort Frankfurt am Main. Dort beschäftigt sie sich mit Konzepten und Formaten des dialogischen Austausches mit der Gesellschaft, mit Politikberatung und Politischer Bildung und moderiert die Videoreihe „FGZ Tapes“. Nach einem Studium der Germanistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt und einer wissenschaftlichen Assistenz am Institut für Kinder- und Jugendbuchforschung, wurde sie Mitarbeiterin der Wissenschaftskommunikation am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. 2019 leitete sie ein vom HMWK-gefördertes Tagungs- und Transfer-Projekt am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-Universität, das 2020 erfolgreich beendet wurde. Neben ihrer Arbeit am FGZ ist sie Referentin für Wissenstransfer am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK).

Katja Ladynskaya wurde 1994 in St. Petersburg geboren. Sie ist als freischaffende Regisseurin, Autorin, Performerin und bildende Künstlerin tätig. Ihre Inszenierungen waren in München, Regensburg, Nürnberg, Fürth, Stuttgart, Baden-Baden und Bremerhaven zu sehen. Sie ist zudem politisch aktiv und ein Teil der russischen Antikriegsbewegung. Sie hat März 2022 eine Russisch-Ukrainische Friedensbewegung gegründet und demonstriert wöchentlich in München und Regensburg.

Johnny Parks ist Klima-Aktivist und Polizei-Kritiker aus München. Von 2019 bis 2020 war er Pressesprecher bei Ende Gelände. Das Anti-Kohle-Bündnis organisiert Massen­aktionen des zivilen Ungehorsams, um „an den Orten der Zerstörung die globale Ungerechtigkeit zu bekämpfen”. Außerdem war er aktiv beim Bündnis gegen das bayrische Polizeiaufgabengesetz und unterstützt polizeikritische Initiativen sowie Bewegungen, zuletzt Black Lives Matter.

Mohamad Akkour Wirtschaftsjurist, Autor und Referent über das Thema Flucht und Krieg. Mohamad Akkour studiert Wirtschaftsrecht , schreibt und referiert über das Thema ,,Flucht und Krieg” u.a. als Akteur bei „Life Back Home“, eine Organisation die Schulklassen besucht. Mohamad flüchtete 2015 ohne seine Eltern aus Syrien und lebt seitdem in Deutschland. Er ist Stipendiat bei der Hans Böckler Stiftung und Mitglied des Integrationsrat der Stadt Gelsenkirchen.

Pia ist politische Bildnerin und Gründerin der rassismuskritischen Plattform Magazin of Color.

Aie Al khaiat ist freie Journalistin und Aktivistin u.a. in den Themen Klima, Antirassismus und Feminismus. Sie arbeitet darüber hinaus beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. und der Technischen Universität Dortmund.

Einlassvorbehalt

Die Landeskoordination Bayern “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” behält sich als Veranstalterin vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Teilnehmende auszuschließen, wenn sie durch rassistische und sexistische Diskriminierungen, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen oder durch Relativierung und Verharmlosung des Nationalsozialismus den Seminarverlauf grob oder wiederholt stören oder andere Teilnehmende oder die Referent:innen beleidigen.